Frage: Vorsorglich eine Zahnzusatzversicherung für Kinder, welche ?

Frage von: suschi am 17.08.2007 um 07:32:31

Hallo,

wir haben 2 Kinder (18 Monate und 2 Monate).

Für uns stellt sich die Frage, ob eine Zahnzusatzversicherung in diesem Alter sinnvoll ist ???

Wenn ja (habe mich durch die Vielzahl der Angebote und Tarife informiert, bin mir aber nicht schlüssig)welche würden Sie empfehlen ???

Die Versicherung sollte auch zahlen, wenn die gesetzliche KV nicht zahlen würden und KFO Behandlungen sollte auch übernommen werden.

Vielen Dank für Ihre Beantwortung.

Mfg

Suschi

Re: Vorsorglich eine Zahnzusatzversicherung für Kinder, welche ?

Frage von: Hanswaizmann am 17.08.2007 um 07:32:31 beantwortet


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Hallo Suschi,

Vorab: man kann die niedrigen Prämien für Kinder nicht langfristig sichern, indem man möglichst frühzeitig in einen Tarif eintritt – die Prämien für Kinder sind nämlich deshalb so günstig, weil sie ohne Altersrückstellungen kalkuliert werden.

Meist werden die Prämien dann im Alter zwischen 16-21 einmalig auf Erwachsenenbeitrag umgestellt (ggf. ist noch ein Ausbildungstarif möglich, je nach Versicherer).

Zahnersatz ist bei Kindern ja meist noch kein Thema und im Bereich Zahnbehandlung übernimmt bei Kindern das meiste ja ohnehin noch die gesetzliche Krankenkasse – möchte man zumindest meinen.

Dem ist leider nicht (mehr) so:

Die sog. „Fissurenversiegelung“ wird bei Kindern nur im hinteren Backenzahnbereich von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen (6er und 7er) – für die davor liegenden Backenzähne (4er und 5er) muss man diese Leistung selbst bezahlen.

Wenn man die GOZ-Abrechnung (Ziffer 200) mit Faktor 2,3fach zugrunde legt, kostet diese Fissurenversiegelung pro Zahn 11,64 Euro.

Zahnbehandlungen wie Fissurenversiegelung übernimmt der Arag Z-100 zu 100%. Das macht bei 8 Zähnen (4er und 5er) Gesamtkosten von 93,12 Euro im Jahr, die die Arag komplett übernehmen würde.

Ein Tarif wie der Arag Z-100, der für Kinder 7,17 Euro monatlich kostet, amortisiert sich allein über diese eine Leistung schon wieder komplett (Gesamtkosten bei 7,17 Euro monatlicher Prämie = 86,04 Euro Jahresprämie).

Ein solch hochwertiger Tarif lohnt sich praktisch für Kinder schon ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie die ersten Zähne bekommen.

Ein weiterer ganz wichtiger Punkt bei der Versicherung von Kindern ist die Leistung für Kieferorthopädische Behandlungen – diese werden von den gesetzlichen Krankenkassen nämlich nur noch in besonders schweren Fällen übernommen.

Der Zahnarzt / Kieferorthopäde beurteilt den Grad der Fehlstellung nach einem bestimmten System – den sog. Kieferorthopädischen Indikationsgruppen (kurz KIG) und teilt die Fehlstellung in eine von 5 KIG-Gruppen ein.

Für die Einstufungen 1-2 gilt: eine Behandlung ist zwar aus medizinischer Sicht notwendig, wird aber von der gesetzlichen Krankenkasse nicht bezahlt, sprich: die komplette Behandlung muss aus eigener Tasche gezahlt werden.

Für die Einstufungen 3-5 gilt: hier übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten einer wirtschaftlichen und zweckmäßigen Behandlung, sprich einer „Standard-Behandlung“ – wer eine hochwertigere Versorgung wünscht - z.B. durchsichtige Brackets o.Ä. - muss die Mehrkosten (die hier oftmals nicht unerheblich sind) selbst bezahlen.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Kieferorthopäden oftmals schon gar nicht mehr bereit sind, eine reine Kassenbehandlung ohne Zuzahlung durchzuführen.

Im Bereich Kieferorthopädie lauten unsere Empfehlungen entweder Arag Z-100 (80% KFO-Leistung) oder Signal A/B (jeweils 50% KFO-Leistung). Die Tarife weisen hier folgende Besonderheiten auf:

ARAG Z-100: leistet für KFO-Behandlung grundsätzlich 80%, aber eine Leistungspflicht ist nur in den KIG-Einstufungen 1-2 gegeben, sprich dann, wenn die gesetzliche Krankenkasse gar nicht zahlt. Für die oben angesprochenen Mehrkosten (wenn die Kasse einen Teil der Behandlung zahlt) leistet der Arag Z-100 nicht – hier ist das „größere“ Risiko abgedeckt, nämlich wenn die Kasse gar nicht zahlt.

Signal A / B: leisten für KFO-Behandlung grundsätzlich 50%, wobei eine Leistungspflicht unabhängig von der KIG-Einstufung besteht. D.h. die Signal erstattet sowohl 50% der Gesamtkosten, sofern die Kasse gar nicht leistet (KIG 1-2) bzw. 50% der Restkosten, falls die gesetzliche Krankenkasse nur einen Teil der Behandlung übernimmt (KIG 3-5).

Diese Leistung ist bei der Signal kalenderjährlich auf 1280 Euro limitiert (50% aus 2560 Euro), was für eine KFO-Behandlung allerdings im Normalfall ausreichen sollte (eine solche Behandlung kostet ca. 2000-4000 Euro und erstreckt sich meist über mehrere Jahre – so werden die Kosten i.d.R. etwas verteilt).

Wer nur das Hauptrisiko eines Totalausfalles der GKV absichern möchte, ist mit dem Arag Z-100 sehr gut beraten, ansonsten bieten hier auch Signal A und B eine sehr gute Leistung (die meisten anderen Tarife beinhalten gar keine KFO-Leistungen).

Wer darüber hinaus mit seinem Kind auch gerne mal einen Heilpraktiker aufsuchen würde, sollte das Paket Signal A wählen – das beinhaltet zusätzlich auch 80% Erstattung für Heilpraktiker (bis 550 Euro pro Jahr) – wer das ab und an in Anspruch nimmt hat die Jahresprämie von 79,08 Euro (12 x 6,59 Euro) auch sehr schnell wieder im Geldbeutel.


MfG

Hans Waizmann

Re: Vorsorglich eine Zahnzusatzversicherung für Kinder, welche ?

Frage von: suschi am 17.08.2007 um 07:32:31 beantwortet

» Hallo Guten Morgen Herr Waizmann,

wir wollten uns für die schnelle und prima Beratung bedanken und sind zu einem Ergebnis gekommen.

Haben Sie vielen Dank.

Gruss
Suschi

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